Ablauf ambulanter OP´s

Das Vorgespräch

Wenn Ihr Frauenarzt die Diagnose einer operationsbedürftigen Krankheit gestellt und Sie entsprechend beraten hat, erfolgt die erste Kontaktaufnahme mit uns in der Regel telefonisch. Sie erhalten zunächst den Termin zu einem Vorgespräch. Bei diesem Gespräch haben Sie Gelegenheit, ohne Zeitdruck alle Fragen zu besprechen. Wir werden Sie über alle Aspekte gewissenhaft aufklären und die Notwendigkeit eventueller Voruntersuchungen prüfen. Sie erhalten gleichzeitig den Termin für Ihre Operation, die durch eine unserer Fachärztinnen (s. Kapitel "Ärzteteam") oder Dr. Maucher durchgeführt wird.

Der Operationstag

Wir nehmen unsere Patientinnen morgens auf und entlassen sie noch am gleichen Tag wieder, sofern nichts dagegen spricht. Die Dauer des Aufenthaltes in unserer Tagesklinik ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und wird individuell gehandhabt. Sie variiert von ca. 1 Stunde bei kleinen Eingriffen bis zu einem ganzen Tag bei beispielsweise anspruchsvollen Bauchspiegelungen. Für die längeren ambulanten Behandlungen in einer Tagesklinik hat man den Begriff "Day Surgery" etabliert, der recht zutreffend ist.

Wir werden bemüht sein, Sie nicht unnötig früh einzubestellen. Es liegt aber in der Natur unserer operativen Tätigkeit, daß der Planbarkeit Grenzen gesetzt sind.
Unsere Mitarbeiterinnen führen Sie nach Ihrem Eintreffen in den Nachsorgebereich, wo in der Regel ein gewärmtes Bett auf Sie wartet. Sie benötigen keine besondere Bekleidung. Ein speziell geschnittenes "Nachthemd" liegt für Sie bereit. Wie Sie auf den Bildern (siehe Rundgang durch das OPZ) sehen, sind die einzelnen Bettplätze optisch voneinander getrennt, damit wir die Möglichkeit haben, Begleiter der Patientinnen mit in diesen Bereich zu lassen (Das ist leider gegenwärtig aufgrund der Covid-Pandemie nicht möglich).

Nach einer Narkose sollte der Magen möglichst leer sein. Ein voller Magen versetzt den Körper in eine Verauungsmodus und macht müde. Hierunter kann die Kreislaufregulation leider. Sie dürfen aber gerne auch eigene Getränke etc. mitbringen. Die Nahrung sollte aber leicht verdaulich sein. Obst, Obstsäfte und Fleisch sind dies z. B. nicht. 

Bei größeren Eingriffen ist es sinnvoll, sich morgens bringen und nachmittags wieder abholen zu lassen. Für Begleiter kann sonst die Zeit sehr lang werden. Unsere Mitarbeiterinnen halten die Anghörigen gerne telefonisch auf dem Laufenden.

Sobald der OP für Ihren Eingriff vorbereitet ist, kommen Ihr Operateur und Ihre Anästhesistin bzw. Ihr Anästhesist zu Ihnen. Wenn alle Fragen geklärt sind, bringt Sie das Team im Bett zur OP-Abteilung.

Die Einleitung der Narkose erfolgt durch eine Injektion, die in der Regel am rechten Arm appliziert wird.

Nach Abschluß der Operation werden Sie noch im OP erwachen und selbst wieder in Ihr Bett umsteigen. Sie werden dann zu Ihrem Platz zurückgefahren. Wann Sie mit der Mobilisierung beginnen können, wird vorher bewusst nicht geplant. Es richtet sich ganz nach Ihnen.

Die Entlassung

Entlassen werden Sie, wenn wir sicher sind, dass Sie kreislaufstabil und heimreisefähig sind. Dabei wird Ihr subjektives Empfinden natürlich berücksichtigt. Wir lassen alle Patientinnen testweise über unserer Etage spazieren. Erst wenn dies problemlos vertragen wird, entfernen wir die Braunüle aus der Armvene. Ihr Operateur bzw. Ihre Operateurin entlässt Sie in der Regel persönlich. Bei dieser Gelegenheit erhalten Sie einen Entlassungbrief, einen Rückmeldebogen und die erforderlichen Rezepte. In Einzelfällen ist eine Betreuung über Nacht möglich. Wenn erforderlich, veranlassen wir eine stationäre Fortführung der Behandlung im Rheinland Klinikum Dormagen. Die Heimreise darf nach Narkosen nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Bitte lassen Sie sich von Angehörigen abholen. Auf Wunsch stellen wir einen einen Taxischein aus. Nach Narkosen dürfen Sie natürlich auf gar keinen Fall selbst ans Steuer.

Die Nachbehandlung zu Hause

Wir führen ambulant nur Eingriffe durch, für die sich das ambulante Vorgehen bewährt hat. Zu Hause ist außer Entfernen der Hautplaster und evt. Fiebermessung nichts zu tun. Bei Unklarheiten können Sie uns über eine Smartphone-Nummer kontaktieren, die Ihnen mit den Entlassungspapieren ausgehändigt wird. Ein Vorteil gegenüber einer stationären Behandlung ist, dass Sie sofort in Ihre vertraute Umgebung zurückkehren und Ihren Tagesablauf selbst gestalten können. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihnen bei der Führung des Haushaltes geholfen wird, z.B. bei anstrengenden Einkäufen. Strenge Bettruhe brauchen Sie dagegen bei unseren Eingriffen nicht einzuhalten. Rezepte für Schmerzmittel sowie genaue Verhaltenshinweise erhalten Sie bei der Entlassung.

Alle Nachuntersuchungen bzw. Nachbehandlungen führt in der Regel Ihr Arzt durch. Er wird von uns umgehend und ausführlich informiert.

Falls ungewöhnliche Beschwerden auftreten, möchten wir bitte unbedingt informiert werden.